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Dachauer Nachrichten

Die Handballer des TSV Indersdorf haben in der Bezirksoberliga Altbayern beim Tabellenletzten HG Ingolstadt einen überaus wichtigen 28:27 (13:11)-Erfolg gefeiert. Bis allerdings der Sieg perfekt war, wurden die Nerven der zahlreich mitgereisten Indersdorf Fans überaus arg strapaziert. Nicht nur der aufopfernd kämpfende Tabellenletzte bereitete den Glonntalern einige Probleme, sondern anscheinend auch das bestehende Harzverbot in der Ingolstädter Halle. Vor allem in der ersten Halbzeit dominierte die HG zeitweise das Spielgeschehen. Dass die Glonntaler trotzdem mit einer 13:11-Führung in die Pause gingen, war ein Verdienst von Torhüter Michl Siemens, der mit einigen Paraden glänzen konnte.

Doch auch nach dem Seitenwechsel lief es in der Anfangsphase beim TSV Indersdorf noch nicht rund. Erst als Thomas Steigerwald, Rene Sperrer undTobi Bärsch einen vermeintlich beruhigenden Vier-Tore-Vorsprung (17:13) erzielten, schien die positive Wende für die Glonntaler eingeläutet zu sein. Doch dann der Blackout im Spiel der Indersdorfer, den die Hausherren mitvier Treffern in Folge zum 17:17 (36.10) nutzten. Als dann die Ingolstädter in der Schlussphase der Begegnung sogar mit 26:25 (55.33) in Führung gingen, schien die Partie zugunsten der Hausherren zu kippen. Doch in dernoch verbleibenden Spielzeit ließen Rene Sperrer und Tim Plundke (2) mit ihren Treffern die eigenen Fans doch noch jubeln. Über die Leistung der eigenen Mannschaft wurde nach Spielende beim Indersdorfer Anhang nichtlange diskutiert. Es herrschte die einhellige Meinung, dass nur die zwei wichtigen Punkte zählen.

Stenogramm TSV Indersdorf. Michl Siemens und Vinzenz Altenweger im Tor, Tobi Bärsch 10/2, Richie Baumbach, Thomas Steigerwald 3, Ferdi Huber 1, Tim Plundke3, Christian Eichmann, Rene Sperrer 9, Andi Reuther 2.

Es war ein hartes Stück Arbeit, bis der überaus wichtige 31:28 (15:16)-Erfolg der Indersdorfer Handballer gegen den Tabellenvorletzten SG Moosburg unter Dach und Fach war. Die Gäste traten beileibe nicht auf wie ein Abstiegskandidat. Vor allem in der ersten Halbzeit bestimmte die SG über weite Strecken das Spielgeschehen. Ihre wieselflinken Angreifer bereiteten der TSV-Abwehr einige Probleme. Richie Baumbach erzielte zwar das 1:0 für die Glonntaler, doch das war dann schon über einen langen Zeitraum hinweg die einzige Führung der Gastgeber. Völlig verdientgingen die Moosburger mit einer 16:15-Führung in die Pause. Warum das so war, da muss man sich nur die letzten Spiele des TSV Indersdorf ins Gedächtnis rufen und da wiederholt man sich stetig. Eine Vielzahl technischer Fehler und zahlreich vergebenen gute Torchancen wechselten sich da ab.

Nach dem Seitenwechsel waren die Indersdorfer Angreifer bei der Verwertung ihre Torchancen dann wesentlich effizienter. Doch die Gäste ließen nicht locker. In der Schlussphase der Begegnung lebte die Partie schließlich von der Spannung. Die Hallenuhr zeigte 56.39 Minuten an, als Daniel Stuckenberger für die Gäste den 28:28-Ausgleich erzielte. Welche der beiden Teams würde in den dramatischen Schlussminuten die besseren Nerven und den längeren Atem haben. Die Frage beantwortete TSV-Angreifer Rene Sperrer. Mit zwei Treffern in Folge stellte er auf 30:28 und als Ferdi Huber das 31:28 (59.01) erzielte, war der etwas glückliche Sieg des TSV Indersdorf in trockenen Tüchern. Sicherlich auch dadurch, weil die Mannschaft trotz einer nicht gerade berauschenden Vorstellung bis zum Schlusspfiff ihre kämpferischen Qualitäten in die Waagschale warfen.

StenogrammTSV Indersdorf: Michl Siemens und Vinzenz Altenweger im Tor, Tobi Bärsch 8/2, Richie Baumbach 5, Ferdi Huber 3, Tim Plundke 1, Aleksander Kaurin 4, Rene Sperrer 9, Andi Reuther 1, Thomas Bauer.

 

Siegesfoto Moosburg

Lange Zeit hing bei der Handballabteilung des TSV Indersdorf der Haussegen schief. Differenzen unter einigen Mandatsträger führten dazu, dass fast die komplette Führungsriege ihren Rücktritt erklärt hat. Jetzt hat die Abteilung einen Neuanfang gestartet.

VON WALTER HANUSCH

Indersdorf - "Wir haben die Kuh vom Eis geholt." Diesen momentan etwas verwirrenden Satz stellte die kommissarische Abteilungsleiterin der Indersdorfer Handballer, Andrea Günther, an den Anfang ihres Rechenschaftsberichtes bei der turnusmäßigen Jahreshauptversammlung. Man muss da einige Monate zurückblenden, um diese Feststellung überhaupt zu verstehen. Bereits Mitte des vergangenen Jahres überschlugen sich innerhalb der Abteilungsleitung die Ereignisse. Differenzen unter einigen Mandatsträgern führten dazu, dass fast die komplette Führungsriege ihren Rücktritt erklärte. Einzige "Überlebende" dieser Querelen war die bisherige Finanzverwalterin Andrea Günther. Als Novizin in der Abteilungsleiterarbeit sei es ihre aber gelungen, mit einigen Getreuen, wie sie im Gespräch feststellte, wieder eine funktionierende Führungsriege auf die Beine zu stellen. Das sei für sie der einleitende Satz wert gewesen.

Bei den Neuwahlen war Wahlleiter Bernd Wetzstein vor keine großen Probleme gestellt. Die spärlich erschienen Mitglieder honorierten diese schwierige Suche von Günther nach einer neuen Führungsmannschaft mit einer fast einstimmigen Wahl zur neuen Leiterin der Abteilung. Die von ihr geführten Finanzgeschäfte bleiben in der Familie. Ihr Ehemann Günther wurde zum neuen Kassier gewählt. Ein Mitglied meinte dazu scherzhaft, dass sich nun beide auf die Finger schauen können. Günther zur Seite stehen in den kommenden zwei Jahren Barbara Vogl (Administratorin), Joschka Reichert (sportlicher Leiter), Kay Krawczynski (Schriftführer), Gudrun Boldt (stellvertretende Schriftführerin) und Alex Rösch (Jugendleiter). Günther konnte in ihrem Rechenschaftsbericht auch über erfreuliche Dinge berichten. In erster Linie hob sie dabei den enormen Zuwachs an Jugendlichen hervor. Nicht ohne Stolz meinte sie, dass die Handballer in der Hinsicht da an erster Stelle stehen im Hauptverein. Auch die sportlichen Erfolge aller Mannschaften seien zufriedenstellend. Günther berichtete aber auch über einen große Hürde, die die Abteilung inabsehbarer Zeit zu bewältigen hat. Es sei das leidige Hallenproblem. Bekanntlich wird die Indersdorfer Schulturnhalle voraussichtlich in den Pfingstferien total neu gestaltet. Wo hin als Hallensportart, das sei nun die dringlichste Frage für die Abteilung, wie Günther in den Raum stellte. Hilfe in dieser Hinsicht erhoffe man sich da von der Marktgemeinde und auch vom Hauptverein, in Person des Vorsitzenden Bernhard Wetzstein, der Appell der neugewählten Abteilungsleiterin. Wetzstein versprach, dahingehend nun harte Verhandlungen zu führen.

Als vorherige Finanzverwalterin vermeldete Günther zwar ein Minus von rund 700 Euro in der Kasse, doch rote Zahlen schreibe die Abteilung noch nicht, beruhigte sie die Mitglieder. Auch einige kritisierende Fragen von einigen Mitgliedern meisterte Günther souverän und konnte dann die Versammlung nach gut einer Stunde beschließen. Anbei die Namen der neuen Führungskräfte der Handballabteilung des TSVIndersdorf.v.li. Alex Rösch, Gerhard Günther, Kay Krawzynski, Stefanie Schlagenhaufer, Andrea Günther, Barbara Vogl und Gudrun Boldt.

Die neue Vorstandschaft

Erster doppelte Punktgewinn für die Handballer des TSV Inderrsdorf im neuen Jahr. Mit 32:31 (15:16) setzen sich die Glonntaler im Heimspiel der Bezirksoberliga Altbayern knapp gegen den Tabellendritten TG Landshut II durch und nahmen damit erfolgreich Revanche für die deftige 24:43-Pleite aus dem Vorrundenmatch.

Allerdings muss man den Erfolg der Hausherren etwas relativieren. Der Gegner trat in Indersdorf nur mit sechs Feldspielern an. Als nach gut zehn Minuten für ihren Spieler Florian Hochholzer die Partie wegen einer Verletzung beendete war, spielte die TG Landshut die verbleibende Zeit in Unterzahl. Die Mannschaft von TSV-Coach Jürgen Vogl konnte die Überzahl allerdings nicht nutzen. Vogl brachte dieses Manko auf den Punkt. "Einmal agierten einige meiner Jungs weit unter ihren Möglichkeiten und dann leisteten sie sich eine Menge von technischen Fehlern", bemängelte er. Dass die Chancenverwertung vor allem in der ersten Halbzeit mehr als mangelhaft war, erwähnte Vogl auch noch. Trotz Unterzahl spielte die TG Landshut ihre spielerische Klasse immer wieder aus und lag ständig in Führung. Erst nach gut zwanzig Minuten gelang den Gastgebern erstmals der 10:10-Ausgleich. Zur Pause führten die Gäste mit 16:15.

Auch nach dem Seitenwechsel bestimmten die Landshuter weiter des Spielgeschehen. Erst als Aleksander Kaurin den 22:22-Ausgleich (41.08) gelang schien sich der Umschwung zugunsten des TSV Indersdorf anzubahnen. Doch die Gäste ließen nicht locker. Die Spannung war im weiteren Spielverlauf nicht mehr zu übertreffen. Die TSV-Abwehr strahlte nun etwas mehr Sicherheit aus, als Vogl den reaktivieren Ex-Indersdorfer Tommy Bauer in die Abwehr beorderte. Die spielentscheidende Szene dann eine halbe Minute vor Spielende, als Ferdi Huber, der vor allem in der ersten Halbzeit einige klare Torchancen verballerte, seine Mannschaft mit 32:30 in Führung brachte. Zu mehr als zum 31:32 reichte es für die Landshuter nicht mehr. Vogl gab nach Spielende dann auch zu, dass es ein mehr als glücklicher Sieg war und seine Mannschaft beileibe nicht ihre beste Leistung abrufen konnte.

Einen Punkt verschenkt, oder gar einen Punkt gewonnen? Die Frage stellt sich beim 32:32 (16:17)- Unentschieden der Indersdorfer Handballer im Bezirksoberliga-Heimspiel gegen den Tabellennachbarn SSG Metten. Aufgrund des gesamten Spielverlaufes muss man feststellen, dass die Punkteteilung ein gerechtes Ergebnis war.

Die spielerischen Akzente der Partie setzten in der ersten Halbzeit zweifelsohne die Gäste. Während die Glonntaler wieder einmal ihre Torchancen in der Anfangsphase verballerten, nutzte die SSG ihre eiskalt. Dass der TSV nach gut zehn Minuten mit 3:8 im Hintertreffen lag, war deshalb nicht verwunderlich.

TSV-Coach Jürgen Vogl nahm nach dem achten Gegentreffer eine Auszeit um seine Mannschaft wieder in die Spur zu bringen. Außerdem animierte Tobi Bärsch in dieser Auszeit seine Mitspieler lautstark, doch endlich aufzuwachen. Sein Appell schien zu fruchten, denn im weiterem Spielverlauf lief es beim TSV etwas besser. Der Rückstand zur Pause betrug nur ein Tor (16:17), es war noch alles drin für den Bezirksoberligisten aus dem Herzen des Dachauer Landkreises.

Auch nach dem Seitenwechsel wog das Spiel hin und her. Die SSG Metten legte vor, der TSV Indersdorf zog nach. Als sich Rene Sperrer nach der dritten Zeitstrafe (40.) beim Stande von 20:20 die rote Karte einhandelte, bekamen die Gäste wieder Oberwasser; in Unterzahl kassierten die Hausherren danach drei Treffer in Folge. Doch nun packten die Glonntaler ihrer kämpferischen Qualitäten aus. Als Tobi Bärsch, mit 13 Toren bester Torschütze des TSV Indersdorf an diesem Abend, das 32:31 (59.00) erzielte, schien der Sieg perfekt. Doch Pavel Schut erzielte für die SSG Metten kurz vor Spielende noch den nicht unverdienten Ausgleichstreffer zum 32:32-Endstgand.

Neben dem bereits erwähnten Tobi Bärsch war TSV-Neuzugang Aleksander Kaurin mit acht Treffern ein Garant für den Punktgewinn der BOL-Mannschaft des TSV Indersdorf.

Stenogramm TSV Indersdorf. Vinzenz Altenweger und Michl Siemens im Tor, Tobi Bärsch 13/7, Richie Baumbach 3, Frank Wilberg, Ferdi Huber 3, Tim Plundke 3, Aleksander Kaurin 8, Rene Sperrer 1, Andi Reuther 1.

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