Die Hallenuhr in der Eggenfelder Sporthalle stand auf 59 Minuten und 57 Sekunden. Das Ergebnis im Kellerderby zwischen den Gastgebern und den Handballern des TSV Indersdorf lautete 22:22. Dann ein Pfiff. Die beiden Unparteiischen ahndeten einen klaren Regelverstoß der Eggenfelder mit einem Siebenmeter für die Glonntaler. Der gegnerische Torhüter war es, der seiner Mannschaft einen Bärendienst erwiesen hatte (zum Regelverstoß siehe auch diesen Beitrag).

Wer würde von den Indersdorfer Spielern die Verantwortung zur Ausführung übernehmen. Wer könnte zum gefeierten oder tragischen Held werden. Es war Rene Sperrer, der Nerven bewies und eiskalt zum  23:22-Siegtreffer für den TSV Indersdorf verwandelte. Im Anschluss Jubel, Trubel, Heiterkeit bei den Gästen, die damit wohl einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht haben.

Es war das erwartete enge Match. Für die Hausherren ging es darum, die letzte vage Möglichkeit zum Klassenerhalt noch beim Schopf zu packen. Für den TSV Indersdorf ging es darum, sich durch einen Sieg in der Abstiegszone etwas Luft zu verschaffen. Dementsprechend motiviert gingen beide Teams in die Begegnung. Der TSV kontrolliert das Geschehen, gestützt auf eine ansprechende Defensivarbeit. Die 13:12-Pausführung ging deshalb auch in Ordnung.

Doch nach dem Seitenwechsel ein vorübergehender, unerklärlicher Bruch im Spiel der Jungs von Vogl. "In den ersten zehn Minuten nach der Pause gelang uns kein Treffer, obwohl die Chancen vorhanden waren" resümierte der TSV-Übungsleiter. Der TV bekam dadurch Oberwasser, der bis zur 50 Minute plötzlich mit 20:17 in Führung lag. Vogl brachte den dann erfolgten Umschwung auf den Punkt: "Riesenkompliment an meine Jungs, die sich nie aufgegeben haben und wieder zur alten spielerischen Stärke zurückfanden und das Match noch drehten."

2017 04 08 Spiel Eggenfelden Kabine

TSV Indersdorf: Matthias Stephan und Michl Siemens im Tor, Philipp Schröder 1, Stefan Kiegerl 3, Tobi Bärsch 4/1, Richie Baumbach 4, Marcel Konjevic 3, Andi Dawid 1, Rene Sperrer 4/1, Ferdi Huber 2, Andi Reuther 1, Marlon Rathschlag, Joschka Reichert.

(Walter Hanusch Dachauer Nachrichten Ausgabe 85/2017 vom 11.04.17)

Am 1.4.2017 fand das letztes Punktspiel in der Saison 2016/2017 statt. Gegen die Mädels aus Gaimersheim wurden noch mal alle Kräfte mobilisiert und am Ende stand ein 14:11-Heimspiel-Erfolg gegen den Tabellennachbarn. Mit diesem Erfolg geht eine erfolgreiche Saison zu Ende. Am Ende erreichte die weibliche D-Jugend einen hervorragenden 4. Platz punktgleich mit dem Drittplatzierten. Auf insgesamt 9 Saisonsiegen und 5 Niederlagen können die Mädels und Trainer richtig stolz sein. Die Mannschaft hat sich in der Saison handballerisch sehr gut weiterentwickelt.
Mit diesem Spiel verabschieden sich auch 3 Spielerinnen in Richtung der weiblichen C-Jugend für die neue Saison. Wir sagen Jasmin, Tanja und Leonie Danke für eine tolle Zeit und wünschen Ihnen in der neuen Mannschaft viel Erfolg. Für die neue Saison nach den Osterferien begrüßen wir dann unsere Neuzugänge aus der E-Jugend.
Zwischen Ostern und den Sommerferien werden die Mädels noch das ein oder andere Turnier spielen, bevor dann im Herbst der offizielle Spielbetrieb für die Saison 2017/18 beginnt.

Mannschaft wD letztes Spiel 16 17weibliche D-Jugend letzter Spieltag in der Saison 2016/17 gegen Gaimersheim
Trainer Lars Schulze und Michael Lemmer 


Im letzten Punktspiel der Saison 2016/17 spielten Jasmin, Tanja, Leonie, Lara, Nina, Luisa, Anna, Maria, Anna, Amelie, Hannah und Lea.
Die Trainer Lars und Michael bedanken sich auch bei allen Eltern für die Unterstützung über die gesamte Saison hinweg.

Das war nichts für schwache Nerven. In einem emotionalen und kampfstarken Kellerderby gegen den MTV Pfaffenhofen feierten die Handballer des TSV Indersdorf einen wichtigen 28:21(11:10)-Erfolg. Für die Glonntaler ist durch den Sieg wieder Licht am Ende des Tunnel im Kampf um den Klassenerhalt. Die Mannschaft von TSV-Coach Jürgen Vogl avancierte, wie schon gegen Degggendorf, zur Mannschaft der zweiten Halbzeit. Erst nach der Pause konnte sich der TSV gegen eine aufopfernd kämpfenden Gäste, die beileibe nicht wie ein Abstiegskandidat agierten, entscheidend durchsetzten. Matchwinner war diesmal Tobi Bärsch, der mit elf Treffern einen entscheidenden Anteil am Sieg hatte. Bärsch profitierte auch davon, dass Rene Sperrer fast die gesamte Spielzeit in Manndeckung genommen wurde und sich so für den elffachen TSV-Torschützen Freiräumen öffneten die dieser weidlich nützte. Neben Bärsch glänzte auch Ferdi Huber mit sieben Treffern. In der Abwehr verdienten sich "Oldie" Stefan Kiegerl und Richie Baumbach gute Noten.

Herren Ind Pfaff 17Herren Ind Pfaff 38 Herren Ind Pfaff 10

Herren Ind Pfaff 07 Herren Ind Pfaff 34

Beide Teams schenkten sich vom Anpfiff nichts. Die Führung wechselte stetig hin und her, wobei die Chancenverwertung beim TSV noch nicht optimal war, was sich nach dem Seitenwechsel ändern sollte. Pech war auch dabei, da mehrmals Pfosten und Latte einen Treffer verhinderten. Vielleicht eine entscheidende Szene beim Stande von 14:14, als TSV-Torhüter Matthias Stephan einen Siebenmeter entschärfte und damit die Weichen für den späteren Erfolg stellte.

Herren Ind Pfaff 05 Herren Ind Pfaff 04

Fortan gaben die Hausherren die Führung nicht mehr ab und feierten letztlich noch einen ungefährdeten 28:21-Sieg, sehr zur Freude von TSV-Coach Vogl und den zahlreichen Indersdorfer Fans.

TSV Indersdorf: Matthias Stephan im Tor, Tobi Bärsch 11/4, Philipp Schröder, Richie Baumbach, Ferdi Huber 7, Maxi Pangerl, Marcel Konjevic 4, Marlon Rathschlag, Rene Sperrer 1, Andi Dawid 4, Andi Reuther 1, Joschka Reichert.

(Text Walter Hanusch Dachauer Nachrichten, Ausgabe Nr. 78 vom 3.4.2017, Bilder von Angelika Wültsch)

 

Dank eines souveränen 31:21 (13:13) im Kellerduell gegen den Tabellenletzten HC Degggendorf verschafften sich die Handballer des TSV Indersdorf etwas Luft im Kampf um den Klassenerhalt in der Bezirksoberliga Altbayern.
TSV-Coach Jürgen Vogl zollte dem Gegner ein Kompliment. „Die Gäste waren beileibe keine Laufkundschaft und kämpfen um ihre wohl letzte Chance, die Liga doch noch zu halten.“ Die Jungs von Vogl bekamen das vor allem in der ersten Halbzeit zu spüren. Da hatte sein Team besonders mit den Gegenstößen der Gäste Probleme. Seine Spieler mussten schon ihre ganz Kampfkraft in die Waagschale werfen. Der 13:13-Pausenstand verdeutlicht das enge Spiel.
Nach dem Seitenwechsel nahm Vogl eine Veränderung im defensiven Bereich vor. Er beorderte Richie Baumbach und Stefan Kiegerl ins Abwehrzentrum, und von da an kamen die Gäste nur noch selten zu Torabschlüssen.
In der Offensive glänzten diesmal Marcel Konjevic und Rene Sperrer mit jeweils sechs Treffern. „In der zweite Halbzeit lief dann alles wie geschmiert“, konnte Vogl feststellen. Ihm imponierte vor allen der absolute Wille seiner Mannschaft, das Match für sich zu entscheiden, was schließlich mehr als deutlich gelang. Zufrieden war Vogl mit den beiden Neuzugängen Matthias Stephan (Torhüter) und Maxi Pangerl.
Überschattet wurde das faire Spiel von einer Verletzung des HC-Spielers Markus Sandweger, der mit einer schweren Gehirnerschütterung notärztlich versorgt in die Dachauer Klinik eingeliefert wurde. 

TSV Indersdorf: Matthias Stephan, Michl Siemens im Tor, Tobi Bärsch 3/1, Philipp Schröder 1, Richie Baumbach 3, Stefan Kiegerl 1, Ferdi Huber, 4, Maxi Pangerl 1, Marcel Konjevic 6, Marlon Rathschlag 1, Rene Sperrer 6, Andi Dawid 4, Joschka Reichert.

(Walter Hanusch, Dachauer Nachrichten Ausgabe Nr. 73/2017, Dienstag den 28.März 2017)

 

Die Indersdorfer Handballer haben ihre Niederlagenserie in der Bezirksoberliga durch das 21:21 9:10)- Unentschieden gegen die HG Ingolstadt zwar gestoppt, so ganz glücklich war man bei den Verantwortlichen trotzdem nicht. Der Grund: In der Schlussminute schien der Heimsieg perfekt zu sein. Tobi Bärsch erzielte unter dem Jubel der TSV-Fans die 21:20-Führung (59.). Doch mit dem letzten Angriff schafften die Gäste noch den 21:21-Ausgleich. Nicht unverdient, wenn man die 60 Minuten Revue passieren lässt.
Die HG stellte über die gesamte Spielzeit hinweg die TSV-Defensiv mit ihrem schnellen und variablen Angriffsspiel vor eine harte Probe. Mit zunehmender Spieldauer stellte sich die TSV-Abwehr immer besser ein auf die HG-Offensive. Dass die Gäste mit einem 10:9-Vorsprung in die Pause gingen, das konnten die Indersdorfer nicht verhindern, zumal sie sich wieder einmal den Luxus leisteten, zwei Siebenmeter zu vergeben.

170311 Ind Ing M 2Marcel Konjevic im Angriff.  Bild: Manfred Schalk


Nach dem Seitenwechsel blieb es weiterhin eng. Nur sporadisch konnten die Glonntaler die stetige Führung der Gäste ausgleichen und auch einen Führungstreffer vorlegen. Rene Sperrer, nach seiner langen Verletzung wieder im Einsatz, gelang dies vorübergehend zweimal (15:14/40. und 17:16/50.).

170311 Ind Ing M 3Ferdi Huber von aussen. Bild: Manfred Schalk

 

In der Schlussphase dann Dramatik pur. Richie Baumbach stellte auf das 20:19 (58.) und Tobi Bärsch erzielte den vermeintlichen 21:20-Siegtreffer (59.). Doch die Gäste legten noch einmal nach (59.25) zum 21:21-Endstand.Trotz des Punktverlustes muss man der Indersdorfer Mannschaft ein Lob zollen, die bis zum Abpfiff kämpferisch voll überzeugte. Man wird sehen, ob dieser eine Punkt bei der Saisonabrechnung eventuell Gold wert sein kann.

 170311 Ind Ing M 1Richie Baumbach beim Abschluss. Bild: Manfred Schalk

 

TSV Indersdorf: Michl Siemens im Tor, Richie Baumbach 7, Ferdi Huber 1, Marcel Konjevic, Marlon Rathschlag, Philipp Schröder, Rene Sperrer 6/2, Tobi Bärsch 5/1, Andi Dawid 2.

(Walter Hanusch, Dachauer Nachrichten Ausgabe Nr. 61/2017 vom 14.3.2017)