Arbeitssieg gegen Aufsteiger Karlsfeld

Indersdorf - Das mit Spannung erwartete Derby der Bezirksoberliga Altbayern zwischen dem TSV Indersdorf und dem TSV Karlsfeld endete mit einem klaren 32:26 (12:12)-Erfolg des TSV Indersdorf. Allerdings fiel der Sieg der Männer von TSV-Coach Jürgen Vogl nur vom Ergebnis her klar aus. Über die gesamte Spielzeit hinweg musste seine Mannschaft schwer ackern, ehe die zwei Punkte gegen eine sehr gute Karlsfelder Mannschaft unter Dach und Fach waren. Erst in der Schlussphase der Begegnung konnten sich die Gastgeber entscheidend durchsetzen. Vielleicht war die Schwerstarbeit auch darauf zurückzuführen, dass Vogl mit Frank Wilberg wieder nur einen Auswechselspieler auf der Bank hatte. Neidisch fiel deshalb oft der Blick auf die Auswechselbank der Karlsfelder, die voll besetzt war. Dass trotz der personellen Misere die zwei Punkte in Indersdorf blieben, fiel natürlich das Sonderlob von Vogl an seine Mannschaft überschwänglich aus. "Es ist schon super wie sich meine Männer da durchbeißen."

Zum Spiel: In der ersten Halbzeit hatte die Indersdorf Defensiv einige Probleme mit dem sehr variablen und schnellen Angriffsspiel der Gäste. So war es nicht verwunderlich, dass nach gut einer Viertelstunde die Karlsfelder mit 10:7 in Führung gingen. Vogl reagierte und wechselte Torhüter Michl Siemens ein. Der war sofort von Null auf Hundert und sorgte mit zahlreichen Paraden dafür, dass zur Pause wenigsten noch ein 12:12-Unentschieden erreicht wurde.

Auch nach dem Seitenwechsel agierten die Gäste weiterhin auf Augenhöhe. Die Quittung für deren etwas robuste Abwehrarbeit folgte kurz nach der Halbzeit. Benjamin Ringelstetter leistete sich ein grobes Foul an Rene Sperrer und sah dafür von den beiden gut leitenden Unparteiischen Bernd Jacob und Andre Weber die knallrote Karte. Den Hausherren gelang es aber auch weiterhin nicht sich entscheidend ab zusetzen, zumal die Abwehr vorübergehend wieder etwas an Stabilität verlor. Doch die Mannschaft fing sich wieder und in den letzten zehn Minuten stellte erst Tobi Bärsch mit dem 24:21 und Ferdi Huber mit dem 25:21 die Weichen endgültig auf Sieg. Damit war der Widerstand der Gäste gebrochen und der wichtig 32:26-Erfolg des TSV Indersdorf nicht mehr in Gefahr. Entscheidenden Anteil am dritten Sieg in Folge der Glonntaler hatten diesmal der treffsicheren Rene Sperrer mit neun Toren und Tobi Bärsch mit acht.

Stenogramm

TSV Indersdorf: Vinzenz Altenweger und Michl Siemens im Tor, Tobi Bärsch 8/4, Richie Baumbach 3, Frank Wilberg, Ferdi Huber 3, Tim Plundke 5, Rene Sperrer 9, Reuther Andi 4.

Die Bezirksoberliga Begegnung zwischen der HSG Freising-Neufahrn und dem TSV Indersdorf war gerade beendet, da bedankten sich artig die Spieler des TSV bei ihren mitgereisten Fans für die Unterstützung während der Partie. Der Dank der Fans für die gezeigte Leistung der Mannschaft ging überschwänglich zurück. Der war angebracht, denn ihr Team feierte einen überraschend klaren 30:25(15:8)-Erfolg gegen den Tabellenzweiten der Liga.

Vor allem in der ersten Halbzeit spulten die Glonntaler ihre bisher beste Saisonleistung ab. Die Abwehr agierte fast fehlerfrei, was die deutliche 15:8-Führung zur Pause eindrucksvoll dokumentierte. Die Offensive nutzte ihre bietenden Torchancen konsequent. Im Tor präsentierte sich der junge Vinzenz Altenweger als Rückhalt in einigen Situationen.

In der Anfangsphase der zweiten Halbzeit änderte sich nichts an der Überlegenheit des TSV. Zeitweise zogen die Gäste bis auf acht Tore davon. Ab der 45. Minute leisteten sich die Männer von TSV-Coach Jürgen Vogl dann allerdings eine vorübergehende Schwächeperiode. Die Gastgeber nutzten dies und kamen bis auf vier Tore (18:22) wieder heran. Vogl nahm eine Auszeit und brachte sein Team wieder in die Spur. Am Ende stand der klare und verdiente 30:25-Erfolg auf der Anzeigetafel, sehr zur Freude der eigenen Fans.

Das Kompliment für die gezeigte Leistung des TSV kam am Ende aus berufenen Munde. Tommy Bauer aus Freising, einige Zeit beim TSV aktiv, meinte: "Eine hervorragende Leistung eurer Mannschaft." Sein Einwand, dass seine Mannschaft nicht ihre beste Leistung abrufen konnte, konterte ein Indersdorfer schmunzelnd: "Man kann nur so spielen, wie es an dem Tag ein überragender Gegner zulässt."

Tobi Bärsch und Andi Reuther mit sieben Treffern sowie Rene Sperrer mit sechs, waren mit die Garanten für den Sieg. Eine nette Begebenheit am Rand sollte nicht unerwähnt bleiben. Der noch etwas unerfahrene TSV-Keeper Vinzenz Altenweger bekam vom diesmal auf der Tribüne sitzenden TSV-Torhüter Matze Stephan den lautenstarken Tipp. Er solle doch den Ball liegenlassen und nicht gleich wieder dem Gegner zum Freiwurf zuwerfen. Missfallenskundgebungen vom Freisinger Publikum, Gelächter vom Indersdorfer waren die Folge.

Stenogramm TSV Indersdorf:

Vinzenz Altenweger und Michl Siemens im Tor, Tobi Bärsch 7, Richie Baumbach 3, Frank Wilberg, Ferdi Huber 3, Tim Plundke 1, Rene Sperrer 6, Andreas Reuther 7, Philipp Zeimet 3.

Es war ein Arbeitssieg, der 35:32 (15:19)-Erfolg des TSV Indersdorf gegen den Tabellenletzten HG Ingolstadt. Besonders in den ersten 30 Minuten agierten die Gäste beileibe nicht wie ein Tabellenschlusslicht. Da hatten die Hausherren enorme Probleme mit dem schnellen Umschaltspiel der Gäste von Abwehr auf Angriff. Auch bekam die TSV-Defensiv den HG-Angreifer Peter Lorenz nicht in den Griff, der mit elf Treffern bester Torschütze der Gäste war. So war es nicht verwunderlich, dass die HG zur Pause mit 19:15 vorne lag. Der Rückstand war zu erklären. Einmal präsentierte sich die TSV-Abwehr nicht gerade in Bestform und dann wurden im Angriff reihenweise die besten Torchancen vergeben.

Aufholjagd oder Untergang. Diese Frage beschäftigte die Indersdorfer Fansnach dem klaren Rückstand zur Pause. Zu Beginn der zweiten Halbzeit sahes erst nach einer Aufholjagd aus. Nach acht Minuten schaffte Tim Plundkemit einem sehenswerten Dreher den 21:21-Ausgleich. Doch die Gäste ließen nicht locker. Und so mussten die Mannen von TSV-Coach Jürgen Voglschon ihre ganzen kämpferischen Qualitäten auspacken um den Gegner in Schach zu halten. Trotz einer klaren Fünf-Tore-Führung (33:28) machte sich zum Ende der Partie wieder der Schlendrian sich im Spiel breit. Doch der zweite Sieg des TSV in der Bezirksoberliga war nicht mehr gefährdet. Mit entscheidenden Anteil am zweiten Saisonsieg hatte Tobi Bärsch mit seinenelf Toren.

Stenogramm TSV Indersdorf:

Vinzenz Altenweger, Michl Siemens und Matze Stephan im Tor, Tobi Bärsch 11/3, Philipp Schröder, Richie Baumbach 2, Ferdi Huber 3, Tim Plundke 10, Rene Sperrer 5/2, Stefan Kiegerl 1, Andi Reuther 3, Philipp Zeimet.

Mit einer Galavorstellung gegen den SVW Burghausen spielten sich die Indersdorfer Handballer den Frust von der Seele nach dem 24:43- Debakel gegen die TG Landshut II am vergangenen Spieltag. Mit 35:25(14:10) fertigten sie die Gäste ab. Bekam die TSV-Defensiv in Landshut noch die Note sechs verpasst, so agierte die Abwehr diesmal fast fehlerfrei. Anscheinend hatte TSV-Coach Jürgen Vogl im Training unter der Woche die richtigen Worte gefunden. Einen gehörigen Anteil am letztlich klaren Erfolg hatte dabei Torhüter Matze Stephan. Mit einigen Glanzparaden, darunter zwei gehaltene Siebenmeter, trieb er die gegnerischen Angreifer schier zur Verzweiflung. Nach der Pause konnte sich auch noch Torhüter Vinzenz Altenweger auszeichnen. Neben der stabilen Abwehr verdiente sich diesmal auch die Offensive die Note eins. Die herausgespielten Torchancen wurden konsequent genutzt. Dass sich dabei alle Feldspieler in die Torschützenliste eintragen konnten, belegt diese Feststellung. Vor allem der junge Andi Reuther glänzte da mit seinen sieben Treffern.

Trotz des klaren Sieges sollte die TSV-Mannschaft allerdings nicht abheben, sondern schön auf dem Teppich bleiben. Denn der Gegner war verletzungsbedingt arg gebeutelt. Trainer Oliver Nagel brachte gerade mal sechs Feldspieler aufs Parkett. In der ersten Halbzeit machte sich das noch nicht bemerkbar. Bis kurz vor dem Pausenpfiff der ausgezeichnet leitenden Unparteiischen Michael Baumann und Klaus Schmid hielt sein Team die Partie offen. Erst zwei Treffer in Folge von Richie Baumbach sorgten für eine beruhigende 14:10-Pausenführung der Glonntaler. Nach der Pause gingen die Gäste dann allerdings im furiosen Angriffsspiel der Hausherren schließlich noch unter.

Stenogramm TSV Indersdorf:

Vinzenz Altenweger und Matze Stephan im Tor, Tobi Bärsch 6/2, Philipp Schröder 1, Richie Baumbach 6, Frank Wilberg 1, Ferdi Huber 4, Tim Plundke 4, Rene Sperrer 6, Andi Reuther 7,

Hochspannung pur und ein knapper Sieg gegen SV Wacker Burghausen

Mit Spielanpfiff völlig von dem schnellen und aggressiven Mannschaftsdeckungsspiel des SV Wacker Burghausen überrascht, mussten unsere siegverwöhnten Jungs bereits in den ersten vier Spielminuten fünf bittere Tore einstecken. Ihre Anspannung stieg spürbar. Etliche hochkarätige Torchancen blieben ungenutzt und mit ungenaue Pässen und zahlreichen Ballverlusten machten sie es ihrem Gegner leider sehr leicht. Bereits nach viereinhalb Minuten zückte Trainer Jürgen Vogl die erste Timeout-Karte. Welche Worte er für seine entmutigte und nervöse Mannschaft auch gefunden haben mag bleibt wohl ein Geheimnis, doch mit dem Schlachtruf „Auf Sieg“ kehrten seine Jungs wieder selbstsicher und mehr als bereit für die Aufholjagt auf das Spielfeld zurück.

Zehn Minuten später hatten sie den Rückstand aufgeholt, die Führung übernommen und konnten mit einem verdienten 3-Tore Vorsprung (11:8) in der Halbzeitpause wieder Kräfte sammeln. Doch an Sieg war noch lange nicht zu denken! Der SV Wacker Burghausen gab sich nicht geschlagen und schaffte es in der zweiten Spielhälfte, die Indersdorfer nicht davonziehen zu lassen und an ihnen dran zu bleiben. Ihr Rückstand verringerte sich bis auf ein Tor und schließlich zogen sie sogar gleich. In den letzten zwei Minuten war dann endlich klar, mit einer Niederlage müssen sich unsere Jungs nicht auf die Heimfahrt machen, aber auch ein Unentschieden hätte sich fast so angefühlt.

Die lang ersehnte Erlösung brachte erst der Schlusspfiff. Erschöpft aber überglücklich feierten die Jungs ihren 20:19 Sieg und ihren bisherigen Erfolg als Aufsteiger in die Bezirksoberliga: zwei Spiele, zwei Siege und somit Tabellenerster! Es war ein hart erkämpfter Sieg in einem tempohohen Spiel. So gab es insgesamt fünf gelbe Karten, 9 mal 2-Minuten Strafen und sieben 7-Meter. Folge waren zahlreiche Abschürfungen, blaue Flecken, blutige Lippen und sogar ein abgebrochenes Stück Zahn. Wieder hat sich jedoch gezeigt, dass die Jungs der D1 zu einer Mannschaft mit großem Teamgeist zusammengewachsen sind, die mit eisernem Siegeswillen und viel Spaß am Handball auch schwierige Herausforderungen meistern kann.

Torschützen TSV Indersdorf: Jan Vogl 9, Laurin Günther 6, Lars Fink 2, Elias Kroiß 1, Philip Landenberger 1, Luca Stosiek: 1

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