Die Handballer des TSV Indersdorf haben ihren Saisonstart in der Bezirksoberliga Altbayern vermasselt. Mit 25:28 (12:15) mussten die Glonntaler dem TV Altötting die Punkte überlassen. Die Niederlage wird beim Landkreisverein mit Sicherheit kein großer Diskussionspunkt sein, sondern vielmehr die bestehende Personalnot. Nachdem Neuzugang Philipp Zeimet aus familiären Gründen fehlte und auch Frank Wilberg urlaubsbedingt nicht zur Verfügung stand, hatte TSV-Coach Jürgen Vogl nur einen Auswechsler auf der Bank. Als dann für Richi Baumbach nach der dritten Zeitstrafe bereits in der 24. Minute das Spiel beendet war, war die Auswechselbank bei den Gastgebern verwaist. Die noch vorhandenen Akteure waren nun über die verbleibende Spielzeit gefordert. Das taten sie mit Bravour. Kämpferische verdienten sie sich die Note eins. Bemängeln muss man etwas die mangelnde Chancenverwertung in Halbzeit eins. Das änderte sich nach einer eher durchwachsenen ersten Halbzeit nach dem Seitenwechsel. Da boten die Jungs von Vogl dem Gegner über weite Strecken durchaus Paroli. Da bewies vor allem Neuzugang Tim Plundke wie wertvoll er für den TSV sein kann. Mit sieben Treffern war er bester Torschütze. Aber auch seine Mitspieler gingen bis an ihre Leistungsgrenze. Zeitweise konnten sie den Rückstand sogar bis auf einen Treffer verkürzen und waren dem Ausgleich mehrmals sehr nahe. Letztlich muss man den Sieg der starken Gäste aber als verdient bezeichnen. 
Sollten die fehlenden Spieler den Spielerkader etwas aufbessern und die Mannschaft die Moral aus dem Altöttinger Spiel weiterhin in den Waagschale werfen können, ist dies ein Hoffnungsschimmer für die kommenden Spiele.

Stenogramm

TSV Indersdorf: Michl Siemens und Matze Stephan im Tor, Tobi Bärsch 6, Philipp Schröder, Richie Baumbach, Ferdi Huber 5, Tim Plundke 7, Rene Sperrer 5, Reuther Andi 2

Das diesjährige Jugend-Sommerhighlight war der Kinderbeachcup am 8. Juli in Ismaning. Auf ungewohnten Sand-Untergrund traten aus Indersdorf an die

- Minis als „Indersdorfer Sandmännchen“:

F Jugend Spiel

- E-Jugend als „Indersdorfer Sandpiraten“:

E Jugend
- weibliche D-Jugend als „Sandwitches“:

wD Jugend Spiel
- Indersdorfer männliche D-Jugend:

mD Spiel

Die mD belegte ganz knapp mit nur einem Punkt Unterschied hinter den 3 punktgleichen ersten Mannschaften einen sehr guten 4. Platz.

mD Jugend Jubel

Und die „Sandwitches“ wD-Truppe erreichte sogar mit dem 3. Platz das Podium.

wD Siegerehrung GruppePokal1

 

Aber das wichtigste: bei riesiger Hitze und heißen Handball-Begegnungen hatten alle Beteiligten einen genauso riesigen Spaß.

F Jugend2 Wasserschauer

Registriert und schnell abgehakt. So reagierte Indersdorfs Handball-Coach Jürgen Vogl nach der 25:37 (12:19)-Niederlage im letzten Punktspiel bei der TG Landshut II. Er konnte gelassen sein, denn der Klassenerhalt für sein Team stand bereits vor dieser Partie fest. So konnte es sich Vogl erlauben einige seiner Stammspieler zu schonen, die in der Endphase der Saison, trotz Verletzungen, auf die Zähne gebissen hatten um den Klassenerhalt zu sichern. Viel zu schreiben gab es deshalb auf dem Spielberichtsbogen nicht, denn es standen nur acht Spieler zur Verfügung. "Die ", konnte Vogl feststellen, "agierten in den ersten zwanzig Minuten der Begegnung durchaus auf Augenhöhe mit den Gastgebern." Dann sei das Spiel weggebroch und der Dampf war raus, musste er feststellen. Dass es trotzdem noch 25 Treffer wurden, dafür sorgte neben den weiteren Torschützen diesmal Ferdi Huber. Er agierte auf Höchstform und erzielte elf Tore.

2017 04 29 Landshut Ferdi Huber

Trotz der Niederlage überwog bei Vogl die Freude über den geschafften Klassenerhalt. Er ließ kurz die abgelaufene Saison Revue passieren: "Wer hätte im Januar darauf wetten wollen, dass wir die Liga halten würden, angesichts unserer permanenten Verletzungsmisere. Doch meine Jungs haben Charakter bewiesen, sich durchgebissen und dafür ein Riesenkompliment an die Mannschaft." Nicht unerwähnt lassen wollte es der Indersdorf Übungsleiter, dass sich in der angesprochenen misslichen Lage mit Stefan Kiegerl und Joschka Reichert zwei Ex-Indersdorfer noch einmal zur Verfügung stellten. Der Blick von Vogl ging nach dem letzten Saisonspiel bereits in die Zukunft: "Jetzt gehe es darum die Mannschaft möglichst zusammen zu halten."

TSV Indersdorf: Michl Siemens im Tor, Tobi Bärsch 5, Philipp Schröder, Richie Baumbach 2, Ferdi Huber 11, Marlon Rathschlag 2, Andi Dawid 3, Andi Reuther 2.

(Walter Hanusch, Dachauer Nachrichten Nr. 101/2017 vom 3.5.2017)

 

Die Revanche für die deftige Vorrundenniederlage ist den Handballern des TSV Indersdorf geglückt. In einem der besten Spiele der Saison bezwangen die Jungs von TSV-Coach Jürgen Vogl den Tabellensechsten HSG Freising-Neufahrn mit 24:21 (14:9) und brachten damit den Klassenerhalt in trockene Tücher.
Vogl hatte im Vorfeld der Partie versprochen, dass sich seine Mannschaft mit einer ansprechenden Leistung für die Unterstützung der Fans bedanken wolle. Das ist dann auch eindrucksvoll gelungen. Vor allen in Halbzeit eins klappt dies exzellent. Nach anfänglichen Schwierigkeiten steigerte sich die Mannschaft in einen wahren Spielrausch.

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Gestützt auf eine sattelfeste Abwehr, in der Torhüter Michl Siemens eine überragende Leistung abliefert, gelang eine klarer 14:9-Pausenführung.

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Auch nach dem Seitenwechsel ließen die Glonntaler nichts anbrennen. Matthias Stephan löste Siemens in Tor ab und knüpfte nahtlos an die ausgezeichnete Leistung seines Vorgängers an. Zeitweise bauten die Hausherren ihren Vorsprung bis auf acht Tore aus. Alles deutete auf einen klaren Erfolg hin.

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Doch der kam noch einmal in Gefahr, als die Jungs von Vogl in der Endphase der Begegnung vorübergehend den Faden verloren und die Gäste plötzlich den Rückstand bis auf zwei Treffer verkürzten (21:23). Doch Ferdi Huber machte mit dem letzten Treffer zum 24:21 den Sack endgültige zu und den Klassenerhalt perfekt. Vogl zollte seiner Mannschaft nach Spielende ein dickes Lob. Er wollte dabei die gesamte Mannschaft damit einbeziehen, "denn von den Torhütern bis hin zum Rechtsaußen erfüllten alle meine Jungs bravourös die gestellten Aufgaben."
So nebenbei sei noch erwähnt, dass die beiden Unparteiischen Lemke und Koch aus München ebenfalls eine souveräne Leistung ablieferten.

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TSV Indersdorf: Michl Siemens und Matthias Stephan im Tor, Richie Baumbach 1, Tobi Bärsch 4/1, Andi Dawid 2, Ferdi Huber 3, Marcel Konjevic, Marlon Rathschlag 1/1, Andi Reuther, Philipp Schröder 6, Rene Sperrer 7/2, Stefan Kiegerl, Joschka Reichert.

(Walter Hanusch, Dachauer Nachrichten Nr. 95/2017 vom 25.4.2017, Bilder: Angelika Wültsch)

 

Die Dramatik beim BZO-Spiel des TV Eggenfelden und des TSV Indersdorf war in den letzten Sekunden der Partie nicht zu überbieten. Drei Sekunden vor Ende der Begegnung pfiffen die beiden Unparteiischen einen Siebenmeter für den TSV, sehr zum Entsetzen des TV und sehr zur Freude des TSV Indersdorf. Trotz Proteste der Gastgeber war die Entscheidung regelkonform. Die Erklärung: Seit der vergangenen Saison besteht eine Neuregelung im Regelwerk, die besondere Vergehen in den letzten 30 Sekunden betrifft - und nicht, wie 2010 von der IHF beschlossen, in der letzten Spielminute. Begeht ein Abwehrspieler in diesem Zeitraum eine grobe Regelwidrigkeit oder blockiert er einen Abwurf oder Freiwurf, erhält er eine rote Karte und - das ist neu - die angreifende Mannschaft automatisch einen Siebenmeter. Der Torhüter des TV hatte diese Regelwidrigkeit begangen, als er einen Freiwurf für die Glonntaler blockierte. Er sah dafür die rote Karte und der TSV Indersdorf bekam dafür den Siebenmeter, der zum Siegtreffer führte. 

(Walter Hanusch Dachauer Nachrichten Ausgabe 85/2017 vom 11.04.17)