Durch einen letztendlich souveränen 30:23 (17:11)-Erfolg gegen den TuS Pfarrkichen verbuchte der TSV Indersdorf in der Handball-Bezirksoberliga zwei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.
Dank der reaktivierten Joschka Reichert und Stefan Kiegerl hatte TSV-Coach Jürgen Vogl diesmal zumindest zwei Auswechselspieler zur Verfügung. So konnte er seinen Stammspielern ab und zu eine Verschnaufpause gönnen. Vorweg: Beide "Oldies" machten ihre Sache ausgezeichnet.
Während von Beginn an die Offensive des TSV sofort im Spiel war, dauerte es bei der Defensivabteilung etwas, bis sie auf Betriebstemperatur kam. Vor allem der schwergewichtige TuS-Angreifer Rico Kober bereitete der TSV-Abwehr einige Probleme. Doch das änderte sich schnell. Mit einer komfortablen 17:11-Führung gingen die Glonntaler in die Pause. Mit für den beruhigenden Vorsprung sorgten die gut aufgelegten Ferdi Huber und der bis dahin sichere Siebenmeterschütze Andi Dawid.
Wie würden die Glonntaler den enorm betriebenen Kräfteaufwand der ersten Halbzeit nach Wiederbeginn wegstecken. Die Antwort darauf gaben die Gäste. Marcel Konjevic erhöhte zwar auf 18:11, doch Dawid versemmelte anschließend einen Siebenmeter. Pfarrkirchen holte danach Tor um Tor auf und plötzlich führte der TSV nur noch mit 19:18. Bedingt allerdings durch zahlreiche technische Fehler der Hausherren. Doch der totale Einbruch folgte nicht. In der Endphase der Partie mobilisierten die Jungs von Vogl noch einmal alle Kräfte und kamen so noch zum klaren 30:23-Erfolg. Schrecksekunde rund zehn Minuten vor dem Abpfiff bei den Gastgebern. Angreifer Tobi Bärsch wurde bei einem Torwurf von TuS-Torhüter Rocco Stockhecke so hart angegangen, dass er vorübergehend die Besinnung verlor. Stockhecke sah dafür die rote Karte. Bärsch bewies Nehmerqualitäten und konnte nach einer Pause wieder ins Geschehen eingreifen.

TSV Indersdorf: Michl Siemens im Tor, Andi Dawid 7/3, Basti Grill, Ferdi Huber 7, Marcel Konjevic 4, Marlon Rathschlag 4, Andi Reuther, Joschka Reichert 2, Stefan Kiegerl 4, Tobi Bärsch 2.

(Walter Hanusch, Dachauer Nachrichten vom 14.Februar 2017 Nr. 37/2017)