Die Indersdorfer Handballer haben ihre Niederlagenserie in der Bezirksoberliga durch das 21:21 9:10)- Unentschieden gegen die HG Ingolstadt zwar gestoppt, so ganz glücklich war man bei den Verantwortlichen trotzdem nicht. Der Grund: In der Schlussminute schien der Heimsieg perfekt zu sein. Tobi Bärsch erzielte unter dem Jubel der TSV-Fans die 21:20-Führung (59.). Doch mit dem letzten Angriff schafften die Gäste noch den 21:21-Ausgleich. Nicht unverdient, wenn man die 60 Minuten Revue passieren lässt.
Die HG stellte über die gesamte Spielzeit hinweg die TSV-Defensiv mit ihrem schnellen und variablen Angriffsspiel vor eine harte Probe. Mit zunehmender Spieldauer stellte sich die TSV-Abwehr immer besser ein auf die HG-Offensive. Dass die Gäste mit einem 10:9-Vorsprung in die Pause gingen, das konnten die Indersdorfer nicht verhindern, zumal sie sich wieder einmal den Luxus leisteten, zwei Siebenmeter zu vergeben.

170311 Ind Ing M 2Marcel Konjevic im Angriff.  Bild: Manfred Schalk


Nach dem Seitenwechsel blieb es weiterhin eng. Nur sporadisch konnten die Glonntaler die stetige Führung der Gäste ausgleichen und auch einen Führungstreffer vorlegen. Rene Sperrer, nach seiner langen Verletzung wieder im Einsatz, gelang dies vorübergehend zweimal (15:14/40. und 17:16/50.).

170311 Ind Ing M 3Ferdi Huber von aussen. Bild: Manfred Schalk

 

In der Schlussphase dann Dramatik pur. Richie Baumbach stellte auf das 20:19 (58.) und Tobi Bärsch erzielte den vermeintlichen 21:20-Siegtreffer (59.). Doch die Gäste legten noch einmal nach (59.25) zum 21:21-Endstand.Trotz des Punktverlustes muss man der Indersdorfer Mannschaft ein Lob zollen, die bis zum Abpfiff kämpferisch voll überzeugte. Man wird sehen, ob dieser eine Punkt bei der Saisonabrechnung eventuell Gold wert sein kann.

 170311 Ind Ing M 1Richie Baumbach beim Abschluss. Bild: Manfred Schalk

 

TSV Indersdorf: Michl Siemens im Tor, Richie Baumbach 7, Ferdi Huber 1, Marcel Konjevic, Marlon Rathschlag, Philipp Schröder, Rene Sperrer 6/2, Tobi Bärsch 5/1, Andi Dawid 2.

(Walter Hanusch, Dachauer Nachrichten Ausgabe Nr. 61/2017 vom 14.3.2017)