Dank eines souveränen 31:21 (13:13) im Kellerduell gegen den Tabellenletzten HC Degggendorf verschafften sich die Handballer des TSV Indersdorf etwas Luft im Kampf um den Klassenerhalt in der Bezirksoberliga Altbayern.
TSV-Coach Jürgen Vogl zollte dem Gegner ein Kompliment. „Die Gäste waren beileibe keine Laufkundschaft und kämpfen um ihre wohl letzte Chance, die Liga doch noch zu halten.“ Die Jungs von Vogl bekamen das vor allem in der ersten Halbzeit zu spüren. Da hatte sein Team besonders mit den Gegenstößen der Gäste Probleme. Seine Spieler mussten schon ihre ganz Kampfkraft in die Waagschale werfen. Der 13:13-Pausenstand verdeutlicht das enge Spiel.
Nach dem Seitenwechsel nahm Vogl eine Veränderung im defensiven Bereich vor. Er beorderte Richie Baumbach und Stefan Kiegerl ins Abwehrzentrum, und von da an kamen die Gäste nur noch selten zu Torabschlüssen.
In der Offensive glänzten diesmal Marcel Konjevic und Rene Sperrer mit jeweils sechs Treffern. „In der zweite Halbzeit lief dann alles wie geschmiert“, konnte Vogl feststellen. Ihm imponierte vor allen der absolute Wille seiner Mannschaft, das Match für sich zu entscheiden, was schließlich mehr als deutlich gelang. Zufrieden war Vogl mit den beiden Neuzugängen Matthias Stephan (Torhüter) und Maxi Pangerl.
Überschattet wurde das faire Spiel von einer Verletzung des HC-Spielers Markus Sandweger, der mit einer schweren Gehirnerschütterung notärztlich versorgt in die Dachauer Klinik eingeliefert wurde. 

TSV Indersdorf: Matthias Stephan, Michl Siemens im Tor, Tobi Bärsch 3/1, Philipp Schröder 1, Richie Baumbach 3, Stefan Kiegerl 1, Ferdi Huber, 4, Maxi Pangerl 1, Marcel Konjevic 6, Marlon Rathschlag 1, Rene Sperrer 6, Andi Dawid 4, Joschka Reichert.

(Walter Hanusch, Dachauer Nachrichten Ausgabe Nr. 73/2017, Dienstag den 28.März 2017)