Das war nichts für schwache Nerven. In einem emotionalen und kampfstarken Kellerderby gegen den MTV Pfaffenhofen feierten die Handballer des TSV Indersdorf einen wichtigen 28:21(11:10)-Erfolg. Für die Glonntaler ist durch den Sieg wieder Licht am Ende des Tunnel im Kampf um den Klassenerhalt. Die Mannschaft von TSV-Coach Jürgen Vogl avancierte, wie schon gegen Degggendorf, zur Mannschaft der zweiten Halbzeit. Erst nach der Pause konnte sich der TSV gegen eine aufopfernd kämpfenden Gäste, die beileibe nicht wie ein Abstiegskandidat agierten, entscheidend durchsetzten. Matchwinner war diesmal Tobi Bärsch, der mit elf Treffern einen entscheidenden Anteil am Sieg hatte. Bärsch profitierte auch davon, dass Rene Sperrer fast die gesamte Spielzeit in Manndeckung genommen wurde und sich so für den elffachen TSV-Torschützen Freiräumen öffneten die dieser weidlich nützte. Neben Bärsch glänzte auch Ferdi Huber mit sieben Treffern. In der Abwehr verdienten sich "Oldie" Stefan Kiegerl und Richie Baumbach gute Noten.

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Beide Teams schenkten sich vom Anpfiff nichts. Die Führung wechselte stetig hin und her, wobei die Chancenverwertung beim TSV noch nicht optimal war, was sich nach dem Seitenwechsel ändern sollte. Pech war auch dabei, da mehrmals Pfosten und Latte einen Treffer verhinderten. Vielleicht eine entscheidende Szene beim Stande von 14:14, als TSV-Torhüter Matthias Stephan einen Siebenmeter entschärfte und damit die Weichen für den späteren Erfolg stellte.

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Fortan gaben die Hausherren die Führung nicht mehr ab und feierten letztlich noch einen ungefährdeten 28:21-Sieg, sehr zur Freude von TSV-Coach Vogl und den zahlreichen Indersdorfer Fans.

TSV Indersdorf: Matthias Stephan im Tor, Tobi Bärsch 11/4, Philipp Schröder, Richie Baumbach, Ferdi Huber 7, Maxi Pangerl, Marcel Konjevic 4, Marlon Rathschlag, Rene Sperrer 1, Andi Dawid 4, Andi Reuther 1, Joschka Reichert.

(Text Walter Hanusch Dachauer Nachrichten, Ausgabe Nr. 78 vom 3.4.2017, Bilder von Angelika Wültsch)