Die Dramatik beim BZO-Spiel des TV Eggenfelden und des TSV Indersdorf war in den letzten Sekunden der Partie nicht zu überbieten. Drei Sekunden vor Ende der Begegnung pfiffen die beiden Unparteiischen einen Siebenmeter für den TSV, sehr zum Entsetzen des TV und sehr zur Freude des TSV Indersdorf. Trotz Proteste der Gastgeber war die Entscheidung regelkonform. Die Erklärung: Seit der vergangenen Saison besteht eine Neuregelung im Regelwerk, die besondere Vergehen in den letzten 30 Sekunden betrifft - und nicht, wie 2010 von der IHF beschlossen, in der letzten Spielminute. Begeht ein Abwehrspieler in diesem Zeitraum eine grobe Regelwidrigkeit oder blockiert er einen Abwurf oder Freiwurf, erhält er eine rote Karte und - das ist neu - die angreifende Mannschaft automatisch einen Siebenmeter. Der Torhüter des TV hatte diese Regelwidrigkeit begangen, als er einen Freiwurf für die Glonntaler blockierte. Er sah dafür die rote Karte und der TSV Indersdorf bekam dafür den Siebenmeter, der zum Siegtreffer führte. 

(Walter Hanusch Dachauer Nachrichten Ausgabe 85/2017 vom 11.04.17)