Indersdorf - Die Indersdorfer Handballfans sind wahrlich nicht zu beneiden. Sie erleben derzeit ein Wechselbad der Gefühle. Beim vergangenen Sieg in Deggendorf freuten sie sich über eine tolle Leistung ihrer Mannschaft, bei der jüngsten 27:30 (10:15)-Niederlage im Kellerderby beim MTV Pfaffenhofen erlebten sie dagegen wieder einmal eine überaus enttäuschende Vorstellung.
Vom Anpfiff weg präsentierten sich die Glonntaler in einer derart desolaten Verfassung, die den Blutdruck der zahlreich mitgereisten TSV-Fans sprunghaft in die Höhe schnellen ließ. Da wurden die Angriffe ideenlos vorgetragen und die wenigen Torchancen kläglich vergeben. Das lag mit daran, dass die sogenannten Leistungsträger in dieser Partie total neben ihren Turnschuhen standen. Dass dann auch Torhüter Michi Siemens, in Deggendorf noch der gefeierte Held, nicht seinen besten Tag erwischte, führte summa summarum zu der bitteren Niederlage. Auch seine Vorderleute machten es nicht viel besser. Sie luden die Pfaffenhofer Angreifern durch fehlerhaftes Verhalten förmlich zu Treffern ein. Um es auf den Punkt zu bringen: Die Jungs von TSV-Coach Jürgen Vogl machten in dieser Partie eigentlich alles falsch, was man falsch machen kann.
Dass der Erfolg der Gastgeber verdient war, darüber gibt es keine Diskussionen. Doch präsentierte sich der MTV nicht als Übermannschaft. In Normalform wäre da für die Glonntaler durchaus etwas drin gewesen.
Ein negativer Höhepunkt schließlich noch in der Schlussphase der Begegnung. Die Glonntaler hatten sich drei Minuten vor Spielende durch zwei Treffer von Andi Reuther noch einmal auf 26:27 herangekämpft. Als dann die beiden Unparteiischen eine Minute vor Spielende, beim Stande von 28:26 für den MTV, auf Siebenmeter für die Glonntaler entschieden. trat Marcel Konjevic zur Ausführung an, scheiterte aber am MTV-Torhüter. Das war symptomatisch für die Leistung der gesamten Indersdorfer Mannschaft. Vielleicht gelingt der Mannschaft am kommenden Samstag, im "Endspiel" gegen den TV Eggenfelden, wieder ein positiver Höhepunkt.

TSV Indersdorf: Michi Siemens 1 im Tor, Richi Baumbach 2, Rene Sperrer 2, Philipp Schröder 4, Andi Reuther 2, Tobi Bärli 10/3, Ferdi Huber 2, Andi Dawid 1, Marcel Konjevic 3.

 (Dachauer Nachrichten, Ausgabe Nr. 281 vom 5.12.2016)