Die Bezirksoberliga Begegnung zwischen der HSG Freising-Neufahrn und dem TSV Indersdorf war gerade beendet, da bedankten sich artig die Spieler des TSV bei ihren mitgereisten Fans für die Unterstützung während der Partie. Der Dank der Fans für die gezeigte Leistung der Mannschaft ging überschwänglich zurück. Der war angebracht, denn ihr Team feierte einen überraschend klaren 30:25(15:8)-Erfolg gegen den Tabellenzweiten der Liga.

Vor allem in der ersten Halbzeit spulten die Glonntaler ihre bisher beste Saisonleistung ab. Die Abwehr agierte fast fehlerfrei, was die deutliche 15:8-Führung zur Pause eindrucksvoll dokumentierte. Die Offensive nutzte ihre bietenden Torchancen konsequent. Im Tor präsentierte sich der junge Vinzenz Altenweger als Rückhalt in einigen Situationen.

In der Anfangsphase der zweiten Halbzeit änderte sich nichts an der Überlegenheit des TSV. Zeitweise zogen die Gäste bis auf acht Tore davon. Ab der 45. Minute leisteten sich die Männer von TSV-Coach Jürgen Vogl dann allerdings eine vorübergehende Schwächeperiode. Die Gastgeber nutzten dies und kamen bis auf vier Tore (18:22) wieder heran. Vogl nahm eine Auszeit und brachte sein Team wieder in die Spur. Am Ende stand der klare und verdiente 30:25-Erfolg auf der Anzeigetafel, sehr zur Freude der eigenen Fans.

Das Kompliment für die gezeigte Leistung des TSV kam am Ende aus berufenen Munde. Tommy Bauer aus Freising, einige Zeit beim TSV aktiv, meinte: "Eine hervorragende Leistung eurer Mannschaft." Sein Einwand, dass seine Mannschaft nicht ihre beste Leistung abrufen konnte, konterte ein Indersdorfer schmunzelnd: "Man kann nur so spielen, wie es an dem Tag ein überragender Gegner zulässt."

Tobi Bärsch und Andi Reuther mit sieben Treffern sowie Rene Sperrer mit sechs, waren mit die Garanten für den Sieg. Eine nette Begebenheit am Rand sollte nicht unerwähnt bleiben. Der noch etwas unerfahrene TSV-Keeper Vinzenz Altenweger bekam vom diesmal auf der Tribüne sitzenden TSV-Torhüter Matze Stephan den lautenstarken Tipp. Er solle doch den Ball liegenlassen und nicht gleich wieder dem Gegner zum Freiwurf zuwerfen. Missfallenskundgebungen vom Freisinger Publikum, Gelächter vom Indersdorfer waren die Folge.

Stenogramm TSV Indersdorf:

Vinzenz Altenweger und Michl Siemens im Tor, Tobi Bärsch 7, Richie Baumbach 3, Frank Wilberg, Ferdi Huber 3, Tim Plundke 1, Rene Sperrer 6, Andreas Reuther 7, Philipp Zeimet 3.