Beim knappen 25:24 (12:12)-Erfolg der Indersdorfer Handballer bei TV Eggenfelden verbuchten die Glonntaler den vierten Sieg in Folge. Gefeiert wurde der Sieg bei den Mannen von TSV-Coach Jürgen Vogl nicht so ausgiebig sonst. Der Grund war eine schwerwiegende Verletzung von Neuzugang Philipp Zeimet. Erste Diagnose im Krankenhaus: Verletzung des Schultereckgelenkes. Operation diese Woche. Man darf gespannt sein, wie der TSV nun die Ausfälle von Philipp Schröder (wir berichteten) und Philipp Zeimet bei der überaus dünnen Spielerdecke ausbügeln kann.
Zu Beginn der Begegnung dominierten die Gastgeber das Geschehen. Der TV legte los wie die Feuerwehr und baute seine Führung zweitweise bis auf fünf Treffer aus. Die Glonntaler kamen in dieser Phase nur recht schwer in die Gänge. Vogl meinte dann auch nach Spielende, dass er das Gefühl hatte, seine Mannschaft wolle das Spiel nicht gewinnen. Erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit kamen die Männer von Vogl schön langsam auf Betriebstemperatur, wobei auch Torhüter Michl Siemens seinen Teil dazu beitrug. Tim Plundke und Tobi Bärsch gelangen da die Treffer zum 12:12-Pausenstand. Vor allem Bärsch präsentierte sich in Eggenfelden wieder in Bestform.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Match offen. Keines der Teams konnte sich im weiteren Spielverlauf entscheidend absetzen. Die Führung wechselte ständig. Die Gastgeber spielten dann dem TSV in die Karten, als erst ihr effektivster Spieler Christoph Naglmeier eine doppelte Zeitstrafe aufgebrummt bekam (34.) und für Johannes Fuchs nach der dritten Zeitstrafe (37.) das Spiel beendet war. Die Schlussphase der Partie war dann an Spannung kam zu überbieten. Beim Stande von 22:22 (55.) avancierte schließlich TSV-Neuzugang Plundke zum Matchwinner. Mit zwei Treffern in Folge brachte er seine Mannschaft mit 24:22 in Führung. Der TV gab sich aber noch nicht geschlagen. Franz Niederreiter verkürzte noch einmal auf 23:24. Doch Plundke erzielte im Gegenzug das 25.:23. Christoph Naglmeier, bester Torschütze die Gastgeber, verkürzte noch einmal auf 24:25 (59.25), doch feiern durften die Gäste.
Unschöne Szenen am Rande. Die TV-Fans wollten die Niederlage ihrer Mannschaft nicht wahrhaben und bombardierten die Indersdorf Spieler mit Gegenständen. Wobei der Indersdorfer Spieler Ferdi Huber Opfer eines Feuerzeugtreffer wurde, aber unverletzt blieb.

Stenogramm

TSV Indersdorf: Michl Siemens und Vinzenz Altenweger im Tor, Tobi Bärsch 9/1, Richie Baumbach 3, Frank Wilberg, Ferdi Huber 3, Tim Plundke 7, Rene Sperrer 1, Andi Reuther, Philipp Zeimet 2.