Nach vier Siegen in Folge hat es die Indersdorfer Handballer mal wieder erwischt. Gegen den Tabellenführer der Bezirksoberliga Altbayern, die SpVgg Altenerding,  hagelte es eine deftige 22:35 (11:15)-Niederlage. Das Debakel ist leicht zu erklären. Einmal damit, dass ein Großteil der Mannschaft vom Anpfiff weg weit unter ihren Möglichkeiten spielte. Mit einer Ausnahme. Tobi Bärsch wurde seinem Ruf als Torjäger gerecht. Er zeichnete mit elf Treffern für die Hälfte der Indersdorfer Tore verantwortlich. Dann war da ein Gegner, der den Hausherren in allen Belangen überlegen war und deutlich deren Grenzen aufzeigte. Im Vergleich zu den Altenerdingern, die ein variables und temporeiches Angriffsspiel aufzogen, agierten die Glonntaler zu statisch und waren deshalb vom Gegner leicht auszurechnen. Dass dann, mit Ausnahme von Bärsch, die Offensivabteilung eine Menge von Torchancen versiebte, war mit ein weiterer Grund für das Debakel. Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass man sich gegen einen solch starken Gegner keine zwölf Zeitstrafen erlauben darf; der TSV spielte so fast die Hälfte der Partie in Unterzahl.  Darunter war die Disqualifikation von Stefan Kiegerl und Richie Baumbach nach jeweils der dritten Zeitstrafe. Der Rückstand betrug zur Pause vier Tore, doch auch nach dem Seitenwechsel war bei den Gastgebern spielerische keine Steigerung zu erkennen. Die sattelfeste Abwehr des Gegners hatte deshalb weiterhin leichtes Spiel die Angriffsbemühungen der Glonntaler zu unterbinden.

Die kämpferische Einstellung der Mannen von TSV-Coach Jürgen Vogl war in Ordnung, doch den Gegner in Verlegenheit zu bringen, dazu reichte es nicht. Konnte man den teilweise großen Rückstand etwas verringern, hatte der Gegner immer wieder eine Antwort parat und erstickte die Bemühungen der Glonntaler gleich wieder im Keim. In der Schlussphase der Begegnung brachen dann beim TSV alle Dämme. Die Folge war die deftige 22.35-Pleite.

Mit Tommy Bauer aus Freising hatte Vogl einen ehemaligen TSV-Spieler aus erfolgreichen Tage reaktivieren können, ebenso Stefan Kiegerl. Die anhaltende personelle Misere hat sich dadurch aber nur minimal entspannt.

Stenogramm

TSV Indersdorf. Vinzenz Altenweger, Michl Siemens und Matze Stephan im Tor,  Tobi Bärsch 11/6, Richie Baumbach, Frank Wilberg, Ferdi Huber 1, Tim Plundke 3, Thomas Bauer, Rene Sperrer 5, Stefan Kiegerl 1, Andi Reuther 1,