Kommentar Harz ist bei Handballern ein beliebtes Produkt, um den Umgang mit dem Spielgerät etwas zu stabilisieren. Dass nun im letzten Saisonspiel am 13.April in Indersdorf die Gäste aus Schleißheim darauf pochten, dass die Partie ohne Harz ausgetragen werden muss, entfachte unter den Zuschauern Verwunderung. Doch die Forderung der Gäste entspricht den Statuten des Bayerischen Handballverbandes, wie dessen stellvertretender Spielleiter Herbert Bochmann nach Rücksprache mit unserer Zeitung bestätigte. Nach den Statuten des BHV bestehe für die Bezirksoberliga generell ein Harzverbot, wie Bochmann weiter mitteilte. Dass dieses Verbot bei vielen Vereinen nicht eingehalten wird, das liegt auf der Hand und ist hinreichend bekannt.

Warum der TSV Schleißheim dieses Harzverbot in Indersdorf einforderte, hat einen einleuchteten Grund. Der TSV trägt seine Heimspiele bekanntlich in einer städtischen Halle aus und dort besteht ein vom Hallenbetreiber ausgesprochenes Harzverbot. Dass sich die Schleißheimer durch ihre Verbotsforderung im Spiel gegen Indersdorf einen Vorteil erhofften, das kann man dem Verein nicht absprechen.