Kommentar: Patt zu Kunstrasenabstimmung im Gemeinderat
 
Das „Jahrhundertprojekt“ Kunstrasen wurde in der Gemeinderatssitzung am 18.11.2015 von den Fraktionen mit einem 10:10 Patt entschieden. Damit wurde der Antrag nicht angenommen. Dass die knappe Entscheidung ohne die geplante Bodenuntersuchung und ohne den formalen Bescheid des Wasserwirtschaftsamts und teilweise mit falschen Argumenten beim geplanten Kunstrasenplatz gefällt wurde, ist für uns ärgerlich.
Was bedeutet diese Entscheidung nun für uns? Wurde damit die ehrenamtlich geleistete Arbeit für unsere Fußballjugend in Frage gestellt? Wurde die ehrenamtlich geleistete Arbeit der Funktionäre des Vereins nicht gewürdigt? Zumindest 50% der Gemeinderäte sahen dies nicht so. Und drückten es auch so aus: „Das Geld ist gut angelegt.“, „Die Argumente für einen Kunstrasen haben mich überzeugt.“. Bei den Gemeinderäten, die in der Abstimmung mit Nein gestimmt haben, hoffe ich, dass sie zwar die ehrenamtliche Tätigkeit bei uns anerkennen, muss aber akzeptieren, dass ihnen andere Projekt der Gemeinde wichtiger sind.
Die jetzige Entscheidung macht unsere zweijährige intensive und aufwändige Arbeit für dieses Projekt zunichte. Besonders hart trifft uns die fehlende Perspektive für die weitere Sanierung der Sportplätze. Wir haben unser Sportgelände seit 40 Jahren an der Glonn. Mit viel Eigenarbeit und Zuschüssen der Gemeinde haben wir in den vergangenen Jahren das Sportgelände, das Umkleidegebäude und die Gaststätte renoviert. Die Sanierung des Umkleidegebäudes mit einer Absicherung gegen Hochwasser ist im letzten Jahr ebenso erfolgreich abgeschlossen worden. Deshalb sind Bemerkungen, unser Sportgelände an einen anderen Standort zu verlagern, unverständlich.
Ein Fazit zu diesem Thema ist für mich:
> Eine Chance für ein langfristig angelegtes Projekt wurde vergeben.
> Die Chance sich als Gemeinde auch im Sport attraktiv und modern zu zeigen wurde nicht genutzt.
> Der erhebliche Eigenanteil, den die Mitglieder der Fußballabteilungen an der Finanzierung des Kunstrasens beigetragen hätten wurde als Wert für uns nicht gesehen.
> Neue zusätzliche Mädchenmannschaften sind nicht möglich.
> Frustrierte Übungsleiter und Funktionäre angesichts der fehlenden Perspektive für eine verbesserte Trainingssituation und der Weiterentwicklung des Sportgeländes.
 
Bernhard Wetzstein, 1. Vorstand TSV Indersdorf