Indersdorfer Hai im WM Becken

 

Indersdorfer Hans Glas bei der Masters WM in Budapest Das Unternehmen Masters WM begann für Hans Glas bereits im Frühjahr 2017, als er für seine Paradedisziplin, die 50m Freistil meldete. Die Vorgabezeit von 32,68s hatte er zwar auf der kurzen 25m-Bahn im Januar beim Dachauer Masterscup mit 31,11s schon unterboten, aber auf der längeren 50m Bahn ist man ca. 1s langsamer. Als es dann in Eichstätt zu Beginn des Sommers auf der Langbahn nur zu 32,86s reichte war klar, dass im Dachauer Freibad noch einige Bahnen trainiert werden musste. Einen Tag vor dem Rennen am 17. August flog er mit seiner Frau Amalie nach Budapest. Als erstes ging‘s zur Duna-Arena um die Akkreditierung abzuholen und sich die beeindruckende, extra zur Schwimm-WM 2017 neugebaute Schwimmarena mit 13000 Plätzen, anzuschauen. Dann ins Hotel und von dort zum Sightseeing auf den Burgberg zur Matthiaskirche und zur Fischerbastei. Am Abend dann vor dem Rennen noch die letzten Vorbereitungen und die obligatorische Ganzkörperrasur.

Die Nacht vor dem Rennen mit kaum Schlaf war Gottseidank schon um 6:15 zu Ende. Nach dem Frühstück auf dem Zimmer ging‘s zu dritt, zusammen mit einem russischen Brustschwimmer zu Fuß zum Hajos Freibad auf der Margareteninsel. Neben den zwei Becken in der Duna-Arena wurden die Rennen der Masters-WM auch in zwei Becken des Alfréd-Hajós Nationalschwimmstadiums ausgetragen. Als Hans mit seiner Frau kurz nach 7 Uhr am Pool B ankamen, waren im Becken bereits sehr viele Schwimmer zum Einschwimmen. Da alle Bahnen voll waren, war das Einschwimmen eher kurz. Bei ein paar Starts vom Startblock mit kurzen Spurts, war das Gefühl dann eher nicht so gut.

Um 8:00 ging‘s dann mit der Altersgruppe AK 50-54 und dem Lauf 45 los. Die Spannung und die Nervosität stiegen, bevor Hans Glas mit jeweils einem Schwimmer aus Deutschland, England, Italien, Frankreich, Indien und Spanien zum Lauf 53 aufgerufen wurde. Zusammen marschierten die 7 Schwimmer ins Stadium vor ca. 500 Zuschauern zum Startblock.

Gegen 8:15 war es dann soweit: Langer Pfiff – Rauf auf den Startblock – Kommando „Take your Mark“ – Anspannen – Startsignal – Startsprung – ein paar Delphinkicks – nach ca. 7m auftauchen und loskraulen – drandenken: 4er oder 6er Atmung machen und alles geben.

Nach 30,59s war das Rennen dann schneller als gedacht für Hans Glas zu Ende. Gespannt auf die Anzeigentafel schauen: Schneller als 32,68s? Ja! Erster Platz im Lauf! Saugeil!

Nach dem Rennen ging‘s zur stolzen Gattin auf die Tribüne und zusammen schauten Sie sich noch die Rennen bis zum letzten Lauf 74 der AK 50 mit dem Weltmeister aus Südafrika in 25,36s. Am Ende kam Hans Glas zwar mehr als 5s langsamer als der Weltmeister auf den sehr guten 113. Platz von 201 Teilnehmer in seiner Altersklasse. Er war damit 11 bester deutscher und zweitbester bayrischer Teilnehmer in der AK50.

Alles in allem hat sich der Aufwand gelohnt. Es war ein Riesenerlebnis Sportler aus vielen Ländern auch der sehenswerten Stadt Budapest zu erleben und dabei beim sportlichen Höhepunkt, der WM, Bestzeit zu schwimmen. Die Ungarn organisierten die WM trotz der vielen Teilnehmer hervorragend im Gegensatz zu den im letzten Jahr in London stattgefundenen Europameisterschaft. 2020 soll die Schwimmeuropameisterschaft der Masters in Budapest stattfinden. Es wäre toll, wenn dann mehrere Schwimmer des starken Schwimmteam der Indersdorfer Haie Masters dabei sind.

WM Budapest 1

Hajos-Schwimmstadium beim Einschwimmen

WM Budapest 2

Ein erfolgreicher Indersdorfer Hai

WM Budapest 3

Ergebnis von Lauf 53